Arbeiten mit Submodalitäten

Was sind Submodalitäten?

Submodalitäten sind die "inneren Bilder", "Tonaufnahmen" und "Gefühle", die uns helfen, Erinnerungen und Gedanken zu organisieren. Im Coaching kann man mit Sinnesmerkmale arbeiten, um Veränderungen in den Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen einer Person herbeizuführen.

Ein Coach kann zum Beispiel mit dem Klienten arbeiten, um negative Gedankenmuster zu erkennen, und dann positive Submodalitäten einzusetzen, um diese Gedankenmuster zu verändern. Dies kann durch verschiedene Techniken, wie die Veränderung der Größe, Farbe, Lage und Klarheit des inneren Bildes, erreicht werden.

Ein weiteres Beispiel ist eine Person die Angst vor Spinnen hat, hier kann man mit solchen Erinnerungsdetails arbeiten, um die Größe und Klarheit des inneren Bildes der Spinne zu verändern und das Gefühl von Angst zu reduzieren.

Das Ziel ist es, durch spezifische Merkmale , die negative Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen verursachen, zu identifizieren und zu Verändern, um positiveres Erleben herbeizuführen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Arbeit mit Submodalitäten eine fortgeschrittene Technik ist und es erfordert eine gewisse Erfahrung und Schulung von Coach und Klient.

Eine Metapher für die Arbeit mit Submodalitäten ist, sich vorzustellen, dass der Klient in einem Kino sitzt oder an einem Mischpult einen Film produziert. Der Klient hat selbst das Drehbuch geschrieben, die Regie geführt, die Schauspieler ausgewählt und die Filmmusik komponiert. Als Coach hat man nun die Möglichkeit, die Toningenieure, Kameraleute, Beleuchter, Cutter, Maskenbildner, Duftexperten, Sitzkonstruktionseinsteller und Popcornköche zu beraten und so die Erfahrung des Klienten zu beeinflussen.


Wie funktioniert das?

Das Arbeiten mit Submodalitäten bezieht sich auf das Manipulieren der internen Sinnesinformationen, die mit einer Erinnerung oder Vorstellung assoziiert sind, um deren Bedeutung und Auswirkungen zu verändern. Folgendes ist ein allgemeiner Prozess beim Arbeiten mit Submodalitäten:

  1. Klärung der Ziele: Identifizieren Sie, welche Erinnerung oder Vorstellung Sie verändern möchten und welches Ergebnis Sie erzielen wollen.
  2. Identifizierung der aktuellen Submodalitäten: Beschreiben Sie die Erinnerung oder Vorstellung in Bezug auf Farbe, Ton, Bildgröße, Perspektive und andere visuelle, auditiv, kinästhetische und andere Sinnesmerkmale.
  3. Veränderung der Submodalitäten: Experimentieren Sie mit der Veränderung einiger der identifizierten Submodalitäten, um die Auswirkungen auf die Bedeutung und das Gefühl der Erinnerung oder Vorstellung zu beobachten.
  4. Überprüfung des Ergebnisses: Überprüfen Sie, ob die Veränderung der Submodalitäten das gewünschte Ergebnis erzielt hat und ob weitere Veränderungen notwendig sind.
  5. Integrieren der Veränderung: Überprüfen Sie die Veränderungen regelmäßig und stellen Sie sicher, dass sie dauerhaft sind und dass sie sich in einer positiven Art und Weise auf Ihr Verhalten und Ihre Emotionen auswirken.


Liste von Submodalitäten nach Sinneswahrnehmung

Visuell (Sehen) 

  • Bild (Foto) oder Film
  • schwarz/weiß oder farbig
  • assoziiert oder dissoziiert
  • Tageszeit, Jahreszeit
  • Lichteinfall
  • Perspektive
  • dreidimensional oder zweidimensional
  • helle und dunkle Teile
  • Kontrast
  • scharf oder unscharf
  • Entfernung des Bildes
  • Bewegung (Art, Tempo) oder keine Bewegung

Auditiv (Hören) 

  • Lautstärke,
  • Tonhöhe
  • Tonalität: nasal, volltönend, klangvoll, dünn oder heiser
  • Melodie oder monoton
  • Position: Woher kommen die Laute? Geräusche oder Stimmen?
  • Geschwindigkeit
  • Sprachrhythmus
  • Harmonie oder Kakophonie
  • Modulation

Kinästhetisch (Fühlen, spüren, berühren) 

  • Temperatur
  • feucht oder trocken
  • weich oder hart
  • Oberflächenstruktur (glatt oder rau)
  • Ort im Körper (eine Stelle oder überall)
  • ruhig oder in Bewegung
  • entspannt oder angespannt
  • Druck (innen oder außen), Kribbeln,
  • Intensität
  • Körperhaltung, Bewegung, Gestik

Olfaktorisch (Riechen) 

  • wohlriechend oder stinkend
  • riecht nach, riecht wie

Gustatorisch (Schmecken) 

  • süß oder sauer
  • fruchtig oder herb
  • schmeckt nach, schmeckt wie


Fazit

Das Arbeiten mit Submodalitäten ist ein wertvolles Werkzeug zur Veränderung von inneren Überzeugungen und Emotionen. Es ermöglicht es uns, die Art und Weise, wie wir über uns selbst und die Welt um uns herum denken, zu verändern, um bessere Ergebnisse in unserem Leben zu erzielen. Durch das Bewusstwerden und die Veränderung von Sinnesmerkmalen, die mit einer Erinnerung oder Vorstellung assoziiert sind, können wir unsere Einstellungen, Verhaltensmuster und Emotionen verbessern. Es ist wichtig, das Arbeiten mit Submodalitäten regelmäßig zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Veränderungen dauerhaft und positiv sind.
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